Hohe Auszeichnung im Lasker-Jahr

Für ihr Engagement erhielt die Münchener Schachstiftung einen „Lasker“. Die Auszeichnung überreichte Thomas Weischede als Vorstandsmitglied der Emanuel Lasker Gesellschaft e.V. den Vertretern der Münchener Schachstiftung in Berlin.

von links: Stefan Kindermann, Schachgroßmeister und Vorsitzender der Münchener Schachstiftung, Roman Krulich, Gründer der Münchener Schachstiftung, Thomas Weischede, Vorstandsmitglied der Lasker-Gesellschaft, Gerald Hertneck, Schachgroßmeister und Stiftungsvorstand der Münchener Schachstiftung, © Michael Negele

Hohe Auszeichnung für die Münchener Schachstiftung: (v. li. n. re.) Stefan Kindermann, Schachgroßmeister und Vorsitzender der Münchener Schachstiftung, Roman Krulich, Gründer der Münchener Schachstiftung, Thomas Weischede, Vorstandsmitglied der Lasker-Gesellschaft, Gerald Hertneck, Schachgroßmeister und Stiftungsvorstand der Münchener Schachstiftung bei der Verleihung des „Lasker“ (Foto: © Michael Negele)

In der Tradition des vielseitig interessierten Schachweltmeisters Dr. Emanuel Lasker, der dieses Jahr seinen 150 Geburtstag feiert, verleiht die Lasker-Gesellschaft im Jubiläumsjahr 2018 acht „Lasker“ an Personen oder Einrichtungen, die sich um die Förderung des Schachs als Kultur- und Bildungsgut verdient gemacht haben. Die Münchener Schachstiftung ist der vierte Lasker-Preisträger in diesem Jahr; das Schach-Magazin ChessBase hat einen Lasker bekommen, ebenso die Schachzeitschrift Karl.

Über Dr. Emanuel Lasker

Vor 150 Jahren, am 24. Dezember 1868, wurde Emanuel Lasker in Berlinchen, dem heutigen Barlinek in Polen geboren. Emanuel Lasker ist der bislang einzige deutsche Schachweltmeister. Er war länger Weltmeister als irgendein anderer seiner 15 Weltmeisterkollegen – 27 Jahre lang, von 1894 bis 1921.

Dabei war Lasker nicht nur ein außergewöhnlich erfolgreicher Schachspieler. Er hatte einen Doktortitel in Mathematik, zugleich war er als Philosoph, Theaterautor, Spieleerfinder und politischer Denker aktiv und stand in regem Kontakt zu hochrangigen Zeitgenossen wie z.B. Albert Einstein und Max Planck. Emanuel Lasker emigrierte im Jahr 1933 in die Sowjetunion; während der stalinistischen Säuberungen ging er 1937 mit seiner Frau in die USA, wo er im Jahr 1941 verstarb.
Im Jahr 2008 wurde Emanuel Lasker in die Hall of Fame des deutschen Sports aufgenommen.

Im Jahr 2001, 60 Jahre nach dem Tod von Emanuel Lasker im amerikanischen Exil in New York, wurde ihm zu Ehren die Emanuel Lasker Gesellschaft e.V. gegründet.