Schach wirkt stimmungsaufhellend und fördert die Konzentration

Seit Mitte Januar 2018 ist die Münchener Schachstiftung an der Schule für Kranke mit einem speziellen Schachtraining aktiv. Einsatzort ist die Klinik für Kinder- und Jugendpsychosomatik am Schwabinger Krankenhaus. Nach dem Erfolg der ersten Projektrunde geht das Engagement der Münchener Schachstiftung im Juni in die zweite Runde.

Schachgroßmeister Stefan Kindermann mit Jugendlichen vom Schwabinger Krankenhaus (Foto: Alina Kindermann)

Zwölf Kinder und Jugendliche, die psychisch stark belastet sind und mehrere Monate stationär bzw. tagesklinisch in der Klinik für Kinder- und Jugendpsychosomatik am Schwabinger Krankenhaus behandelt werden, hatten sich für das zweite Runde des Schach-Förderprogramms angemeldet; zusammen mit der stellvertretenden Schulleiterin Angelika Moosburger und ihrer Lehrerin Eva Fella warteten sie gespannt in den schönen Räumen der Ärztebibliothek. Warum Schach? Wie alt ist das Schachspiel und woher stammt es? In seinem Einführungsvortrag beleuchte Stiftungsvorstand und Schachgroßmeister Stefan Kindermann zunächst Wissenswertes über die Hintergründe des königlichen Spiels. Anschließend gab er am Demobrett eine kurze Einführung in die Grundlagen des Schachspiels.

Und danach? Den laufenden Trainingsbetrieb übernimmt wieder Schachtrainer Dino Dehmel, der bereits die erste Projektrunde an der Klinik für Kinder- und Jugendpsychosomatik am Schwabinger Krankenhaus erfolgreich durchgeführt hat.

Positive Bilanz nach der ersten Schach-Projektrunde

Schach kommt bei den Kindern und Jugendlichen sehr gut an; das sieht man nicht nur bei den konstant hohen Anmeldezahlen. Die jungen Teilnehmer haben sehr viel Freude am Schachspiel. Die positiven Wirkungen von Schach auf die jungen Patienten bestätigt auch Angelika Moosburger in ihrem Re­sü­mee zur ersten Projektrunde:

„Gestern hat die letzte Trainingseinheit unseres Schachprojekts stattgefunden. Meine Kollegen und ich sind von der Wirkung des Trainings begeistert. Die Beschäftigung mit der Spielstrategie wirkt sich aus meiner Beobachtung bei den Jugendlichen stimmungsaufhellend aus und fördert die Konzentration in hohem Maße. Auch soziale Prozesse werden positiv beeinflusst und über das gemeinsame Interesse neue Kontakte geschlossen.
Herrn Dehmel gelingt es, trotz wechselnder Gruppenzusammensetzung, einen guten Kontakt zu den Jugendlichen aufzubauen, sie für das Schachspiel zu begeistern und die Strategie so zu vermitteln, dass sowohl Anfänger als auch Fortgeschrittene davon profitieren.“

Angelika Moosburger (re.) freut sich mit Stefan Kindermann über den Erfolg des Schach-Förderprogramms am Schwabinger Krankenhaus (Foto: Alina Kindermann)

Angelika Moosburger (re.), stellvertretende Schulleiterin der Schule für Kranke, freut sich mit Stefan Kindermann über den Erfolg des Schach-Förderprogramms am Schwabinger Krankenhaus. (Foto: Alina Kindermann)

Die Münchener Schachstiftung dankt der Staatlichen Schule für Kranke München und der Klinik für Kinder- und Jugendpsychosomatik am Schwabinger Krankenhaus sowie allen Förderern, die dieses wertvolle Projekt ermöglichen, für die gute Zusammenarbeit.