Schach dem Krebs im Schwabinger Krankenhaus

Schach hilft im Kampf gegen Krebs – davon sind die Initiatoren des Projektes im Schwabinger Krankenhaus und die Vertreter von cura placida – Stiftung für krebskranke Kinder überzeugt. Die Münchener Schachstiftung möchte mit diesem Engagement einen neuen Meilenstein setzen: Beim Schachprojekt für krebskranke Kinder und Jugendliche, das Ende März 2017 gestartet ist, geht es darum, die Lebensqualität der jungen Krebspatienten nachhaltig zu verbessern.

Schach bringt Abwechslung in den Krankenhausalltag der krebskranken Kinder und lässt sie für eine Weile ihre Krankheit vergessen. Es nützt auch langfristig. Sehr viele Kinder und Jugendliche leiden Jahre später unter gesundheitlichen Einschränkungen, die auf ihre Krebstherapie zurückzuführen sind. Beim unserem Schachtraining geht es auch darum, das Gehirn der jungen Patienten mit Schach so anzuregen, dass neurologische und neurokognitive Schäden, also Schäden im Gehirn und damit verbundene Beschwerden wie z.B. Konzentrationsstörungen, psychische Krankheiten, Störungen der Feinmotorik u.v.m., schon während der Krebstherapie so weit wie möglich vermieden werden.

Gesund werden mit Schach: Mit den Tablets, gespendet von der Münchener Rechtsanwalts- und Steuerkanzlei RDS, können junge Krebspatienten am Schwabinger Krankenhaus am Schach-Förderprogramm der Münchener Schachstiftung teilnehmen. Darüber freuen sich (v.li.n.re.) Schachtrainer Dino Dehmel, Stiftungsrat Stefan Kindermann, Stiftungsvorsitzende Dijana Dengler, PD Dr. Dr. Irene Teichert-von Lüttichau, Dr. Yvonne Prinzessin von Croy und Bernhard Schmid, Rechtsanwalt und Steuerberater, der die Tablets persönlich übergeben hat. (Foto: RDS Kanzlei)

Gesund werden mit Schach: Mit den Tablets, gespendet von der Münchener Rechtsanwalts- und Steuerkanzlei RDS, können junge Krebspatienten am Schwabinger Krankenhaus am Schach-Förderprogramm der Münchener Schachstiftung teilnehmen. Darüber freuen sich (v.li.n.re.) Schachtrainer Dino Dehmel, Stiftungsrat Stefan Kindermann, Stiftungsvorsitzende Dijana Dengler, PD Dr. Dr. Irene Teichert-von Lüttichau, Dr. Yvonne Prinzessin von Croy und Bernhard Schmid, Rechtsanwalt und Steuerberater, der die Tablets persönlich übergeben hat.
(Foto: RDS Kanzlei)

Warum Schach für junge Krebspatienten?

Kernstück des Förderprogramms ist der wöchentliche Schachunterricht, den Schachtrainer Dino Dehmel, der für diese Aufgabe von der Münchener Schachakademie ausgebildet wurde, in Absprache mit den Psychologen und Ärzten des Schwabinger Krankenhauses durchführt. „Kinder und Eltern freuen sich über das Angebot und das Interesse ist groß. In der Regel spielen pro Arbeitstag etwa zwei bis drei PatientInnen Schach. Die Zeitperioden, die man mit den PatientInnen verbringt, hängen stark vom Gesundheitszustand der jungen Menschen ab. Ich frage immer alle halbe Stunde nach, ob wir aufhören oder weitermachen sollen. Insgesamt ist die Nachfrage nach der Schachförderung groß: Viele junge Patienten und ihre Eltern wünschen sich, dass das Training zeitlich noch flexibler gestaltet wird. Ich bin sehr gerne bereit, eine intensivere und langfristigere Betreuung zu ermöglichen.“ – so Schachtrainer Dino Dehmel.

Tablet-gestützte Förderung ergänzt die Schach-Förderung im Krankenhaus

Wenn es um eine individuelle und nachhaltige Förderung geht, dann kommt die Technik ins Spiel: Die Münchener Rechtsanwalts- und Steuerkanzlei RDS hat im Sommer 2017 für das Projekt vier iPads finanziert: Auf den iPads sind ausgewählte kindgerechte Schachprogramme installiert. Damit können sich die Kinder unabhängig von den Förderstunden mit Schach befassen und vom Schach profitieren. Schach dem Krebs ist ein Gemeinschaftsprojekt der Münchener Schachstiftung unter der Leitung der Stiftungsvorsitzenden Dijana Dengler und Stiftungsrat Stefan Kindermann, der Abteilung Kinderonkologie am Schwabinger Krankenhaus, vertreten von Prof. Dr. Stefan Burdach, PD Dr. Dr. Irene Teichert-von Lüttichau und Dipl.-Psych. Walther Stamm, sowie der Stiftung Cura Placida, vertreten von Dr. Yvonne Prinzessin von Croy und Dr. Gerhard Brandl. Dr. Yvonne Prinzessin von Croy hat das Förderprojekt gemeinsam mit dem Schwabinger Krankenhaus initiiert. Unser Dank gilt Stiftungsgründer Roman Krulich, der das Projekt von Anfang an befürwortet und zusammen mit seiner Frau finanziell sehr engagiert unterstützt. Herzlichen Dank auch an die Kanzlei RDS für die großzügige Spende der Tablets.