Klinik für Onkologie

Schach hilft im Kampf gegen Krebs – davon sind die Initiatoren des Projektes an der Klinik für Onkologie und die Vertreter von CURA PLACÍDA – Stiftung für krebskranke Kinder überzeugt. Die Münchener Schachstiftung möchte mit diesem Engagement einen neuen Meilenstein setzen: Beim Schachprojekt für krebskranke Kinder und Jugendliche, das Ende März 2017 startete, geht es darum, die Lebensqualität der jungen Krebspatient:innen nachhaltig zu verbessern.

Schach bringt Abwechslung in den Krankenhausalltag der krebskranken Kinder und lässt sie für eine Weile ihre Krankheit vergessen. Es nützt auch langfristig. Sehr viele Kinder und Jugendliche leiden Jahre später unter gesundheitlichen Einschränkungen, die auf ihre Krebstherapie zurückzuführen sind. Bei unserem Schachtraining geht es auch darum, das Gehirn der jungen Patient:innen mit Schach so anzuregen, dass neurologische und neurokognitive Schäden, also Schäden im Gehirn und damit verbundene Beschwerden wie z.B. Konzentrationsstörungen, psychische Krankheiten, Störungen der Feinmotorik u.v.m., schon während der Krebstherapie so weit wie möglich vermieden werden.

Warum Schach für junge Krebspatienten?

Kernstück des Förderprogramms ist der wöchentliche Schachunterricht, den Schachtrainer Dino Dehmel, der für diese Aufgabe von der Münchener Schachakademie ausgebildet wurde, in Absprache mit den Psycholog:innen und Ärzt:innen der Klinik für Onkologie durchführt. „Kinder und Eltern freuen sich über das Angebot und das Interesse ist groß. In der Regel spielen pro Arbeitstag etwa zwei bis drei Patient:innen Schach. Die Zeitperioden, die man mit den Patient:innen verbringt, hängen stark vom Gesundheitszustand der jungen Menschen ab. Ich frage immer alle halbe Stunde nach, ob wir aufhören oder weitermachen sollen. Insgesamt ist die Nachfrage nach der Schachförderung groß: Viele junge Patient:innen und ihre Eltern wünschen sich, dass das Training zeitlich noch flexibler gestaltet wird. Ich bin sehr gerne bereit, eine intensivere und langfristigere Betreuung zu ermöglichen.“ – so Schachtrainer Dino Dehmel.