„Zug um Zug gegen Einsamkeit“ ist das Motto der Senioren-Schachkurse, die die Münchener Schachakademie Alten- und Servicezentren der Stadt München anbietet. Das kostenlose Angebot ist Anfang Oktober 2015 im ASZ Altstadt erfolgreich gestartet. Bis Ende 2016 hat Lichtblick Seniorenhilfe das Senioren-Engagement der Münchener Schachstiftung finanziell unterstützt; seit April 2017 ist der Verein Münchener für Münchener e.V. Projektpartner.

Zug um Zug gegen Einsamkeit

Das Senioren-Schach wird von ausgebildeten und erfahrenen Schachtrainern der Münchener Schachakademie durchgeführt. Es richtet sich an Schach-Einsteiger ebenso wie an Schachspieler mit Spielpraxis, die ihre Spielstärke gezielt verbessern möchten.

Was im Kurs gelernt wird, wie oft und wie lange gespielt wird, legen die Teilnehmer gemeinsam mit dem Kursleiter fest.

Bei den Senioren-Schachkursen stehen die Lust am Spiel und die Geselligkeit im Vordergrund. Das Knobeln über den nächsten Zug beflügelt und bietet ein ausgezeichnetes Gehirntraining – die beste Voraussetzung für geistige Fitness im Alter. Dabei kommt das Miteinander nicht zu kurz: Es wird abwechselnd mit verschiedenen Spielpartnern gespielt; Geschichten und Anekdoten aus der Geschichte des Schachspiels lockern das Angebot auf.

Schachgroßmeister und Stiftungsrat Stefan Kindermann beim Schnupperschach mit Senioren im ASZ Altstadt

Schachgroßmeister und Stiftungsrat Stefan Kindermann beim Schnupperschach mit Senioren im ASZ Altstadt

Die Resonanz auf das Schach-Angebot für Senioren ist äußerst positiv: Kaum wird ein neuer Senioren-Schachkurs in einem Alten- und Servicezentrum angekündigt, melden sich zahlreiche Interessenten. Im Schachkurs sind die Senioren-SchachspielerInnen mit viel Freunde dabei, wie u.a. Birgit Katzenmeyer, Dipl.-Sozialarbeiterin (FH) vom Alten- und Service-Zentrum Isarvorstadt, betont: „Sowohl das Schachtraining für Anfänger/innen (bereits im 2. Zehnerblock), als auch das Schachtraining für Fortgeschrittene kommt bei den Teilnehmer/innen sehr gut an. Alle sind motiviert und konzentriert bei der Sache. Nicht zuletzt liegt das an Herrn Beckers, der mit Engagement und Eifer, aber auch mit Freundlichkeit und Gelassenheit den Leuten etwas beibringt.“

Nachhaltige Förderung für Senioren – geistige Fitness und Geselligkeit

Schon nach wenigen Schachkurs-Terminen entwickeln sich Kontakte zwischen den Senioren, die über das Kursangebot der Münchener Schachstiftung hinausgehen: Die Schach-Teilnehmer treffen sich bereits einige Zeit vor Kursbeginn und unterhalten sich; nach der Kursstunde sitzen die Senioren ebenfalls noch eine Weile zusammen. Darüber hinaus bilden die Schach-Senioren außerhalb des Kursangebotes kleine private Schachtreffs und sie schauen sich vereinzelt Schachvereine an, um ihr Hobby auszubauen.

Schachtrainer Klaus de Francesco betreut die SchachspielerInnen im ASZ Altstadt

Schachtrainer Klaus de Francesco betreut die SchachspielerInnen im ASZ Altstadt

Doch das ist nicht alles: Viele Senioren kommen in die Schachkurse, um geistig fit zu bleiben und mit den Enkelkindern Schach spielen zu können. Einige, so Senioren-Schachtrainer Thomas Beckers, nutzen das Angebot gezielt zur Demenzprävention bzw. zur Rehabilitation nach einem Schlaganfall.

Weitere Senioren-Schachkurse in Alten- und Servicezentren geplant

Das Kursangebot umfasst zehn Doppelstunden mit einer kurzen Pause; eine Teilnehmerzahl von etwa zehn Schachinteressierten ist ideal für den Kurs. Die Senioren bekommen auf Wunsch Schach-Unterlagen von den Schachtrainern, die von den hilfsbereiten ASZ-Teams kopiert werden. Das Schachangebot wird – entsprechend der Nachfrage von Seiten der Alten- und Servicezentren – in Zusammenarbeit mit den Projektpartnern sukzessive ausgebaut.

Schach kommt sehr gut an im ASZ Maxvorstadt, davon überzeugten sich (v.li.n.re.) Natalie Schmid, Gründerin und Vorsitzende des Vereins Münchner für Münchner e.V. (im grünen Kleid), Stefan Kindermann zusammen mit Schachtrainer Klaus de Francesco im Kreis von Schach-Teilnehmern