Schach macht schlau

Zwei Mädchen überlegen zusammen ihren nächsten Schachzug.

Schach fördert die Kommunikation und das soziale Miteinander.

Als Pilotprojekt startete der Schachunterricht im Schuljahr 2007/08 an der Paulckeschule im Stadtteil Hasenbergl. Mit den Grundschulen an der Burmester-, Helmholtz- und Fromundstraße folgten weitere Brennpunktschulen. In den letzten Jahren kamen die Grundschulen am Ravensburger Ring, am Winthirplatz und am Schererplatz hinzu.
„Schach macht Spaß und schlau” lautete das Motto an der Grundschule der Parksiedlung Oberschleißheim. Dort bot die Münchener Schachakademie von 2011 bis 2014 das Training in Kooperation mit dem Quartiersmanagement Soziale Stadt Oberschleißheim an.

chach für sozial benachteiligte Kinder

Seit 2007/08 fördert die Münchener Schachstiftung in Kooperation mit Partnern und Sponsoren Grundschüler aus sozial benachteiligten und bildungsfernen Familien im Großraum München. Zusammen mit der Münchener Schachakademie konnte die Stiftung bislang rund 2.500 Kinder an 25 Grundschulen unterrichten.

Spielerisches Training

An den Grundschulen spielt vor allem die Königsplan-Methode eine entscheidende Rolle: mit Konzentrations- und Gedächtnisübungen, Schachyoga und körpersprachlichen Darstellungen von Schachmotiven.

Lernen in Kleingruppen

Zwei Trainer der Münchener Schachakademie unterrichten in der Regel einmal pro Woche zwei Klassen in Kleingruppen. Je nach Projekt findet das Training als Zehn-Wochenkurs oder das ganze Jahr über statt. Erfolgt das Training in der Klasse, werden bis zu 20 Kinder unterrichtet, in der Arbeitsgemeinschaft (Schach-AG) zwölf. Das Schachspiel ist stets in den Stundenplan integriert. Jedes Kind erhält eine Schachrolle mit Schachfiguren, -brett und -buch, damit es in der Freizeit üben kann. Und weil es sich mit leerem Magen schlecht denken lässt, verteilt brotZeit e.V. an derzeit zehn Grundschulen ein gesundes Frühstück.

Schach an Grundschulen im Münchner Süden

Aber nicht nur an Schulen mit hohem Migranten- und Armuts-Anteil ist die Münchener Schachstiftung aktiv, auch an der Pöckinger Grundschule im Süden Münchens. Hier hat 2013 eine Schach-Show die Begeisterung der Kinder geweckt.

Ein Trainer erklärt einem Grundschüler das Schachspiel.

Spielerisches Lernen spielt bei den Schachprojekten eine wichtige Rolle.

SPIELEN(D) LERNEN an der Helmholtz-Grundschule

Drei Jahre SPIELEN(D) LERNEN: Was zunächst an der Mittelschule in der Ridlerstraße begonnen hat, wird seit dem Schuljahr 2013/14 an der Helmholtz-Grundschule durchgeführt.

Der Unterricht findet in Kleingruppen von bis zu zehn Kindern statt. Dabei arbeiten Schachlehrer, Spielpädagogen und Lehrer eng zusammen. Je eine Hälfte der dritten und vierten Jahrgangsstufe erhält während der ersten Schuljahreshälfte Grundlagenunterricht. In der zweiten Jahreshälfte wird gewechselt: Dann lernt die Schach-Gruppe weitere Gesellschaftsspiele kennen, während die erste und zweite Jahrgangsstufe Schach spielt. 60 Kinder – die gesamte zweite bis vierte Jahrgangsstufe – nehmen begeistert an dem Projekt teil.

Im Fortgeschrittenen-Kurs des zweiten Projektjahres können die Nachwuchs-Talente ihr Wissen vertiefen und sich gleichzeitig auf Turniere vorbereiten. Im dritten Projektjahr erhalten sie ihr Training im Rahmen einer Schach-AG. Höhepunkt ist die Teilnahme an den Münchner Schulschachtagen. Das Projekt SPIELEN(D) LERNEN ist eine Kooperation zwischen der Münchener Schachstiftung und dem Bildungsträger Kultur & Spielraum e.V. sowie der SWM Bildungsstiftung der Stadtwerke München.

Eindrücke von der Grundschule an der Paulckestraße